Presse

19. März 2004 HNA 90 Firmen suchten Rat
02. Oktober 2003 WLz Experten-Netzwerk öffnet sich heimischen Firmen
02. Oktober 2003 HNA Übers Netzwerk zur neuen Technologie
24. September 2003 HNA 1.SteinbeisTag Nordhessen auf Schloss Waldeck
24. September 2003 WLZ SteinbeisTag hat Premiere
09. August 2003 WLZ Neun Monate gekämpft, Mauser zu erhalten
08. August 2003 WLZ Um Mauser gekämpft
03. Juli 2003 WLZ Beratungszentrum für die heimische Wirtschaft
13. Juni 2003 Frankenberger Zeitung Kompetenter Partner für die Wirtschaft
13. Juni 2003 HNA Kontakte sind ihr Geschäft
17. Mai 2003 WLZ Steinbeis-Zentrum nach Korbach
17. Mai 2003 WLZ Das nordhessische Herz der Steinbeis-Stiftung

































Das nordhessische Herz
der Steinbeis-Stiftung



Zentrum soll in Korbach eröffnet werden

KORBACH. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung stellen und somit Unternehmen stärken und fördern, sie auf dem Weg über den freien Markt unterstützen: Das ist die Aufgabe der weltweit tätigen Steinbeis-Stiftung. Und die wird in der kommenden Woche in Korbach das Steinbeis-Zentrum für Nordhessen eröffnen. Das teilte gestern der Landkreis mit. Die Stiftung ist benannt nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung". Steinbeis hat sich im 19. Jahrhundert für Industrie-, Handels- und Wirtschaftsförderung eingesetzt. Der Zweck

"Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung"

der Stiftung wird in der Satzung von 1971, dem Gründungsjahr, beschrieben: "...der gesamten Wirtschaft des Landes wissenschaftliche Erkenntnisse, insbesondere auf den Gebieten von Forschung und Entwicklung, der Werk stoff- und Produktprüfung sowie der Information und Dokumentation zur Verfügung zu stellen ..." Auf die Kreisstadt aufmerksam geworden ist die Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart durch den' Unternehmensberater Roland Marx, der seit vergangenem Jahr Partner der Einrichtung ist.

Mehr 'Unternehmen aus der Region sollen sich etablieren

Landrat Helmut Eichenlaub erhofft sich durch das neue Zentrum in Korbach Aufschwung für die Wirtschaft im Kreis Waldeck-Frankenberg. Mehr Unternehmen aus der Region sollen sich mit Hilfe dieses Dienstleiters auf dem Markt etablieren. Partner des Steinbeis-Zentrums Nordhessen sollen die Wirtschaftsförderungs- - Gesellschaft Waldeck-Frankenberg sein, die Industrie- und Handelskammer Kassel mit dem Servicezentrum im Landkreis und die Kreishandwerkerschaft. (ABO)


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Technologie- und Wissenstransfer - Beratung für Unternehmen WLZ 17.05.2003

Steinbeis- Zentrum nach Korbach



KORBACH (r). In Korbach wird das Steinbeis-Zentrum Nordhessen gegründet. Inhaltlich geht es um Service. Beratung und Know-how für Unternehmen. Die Steinbeis-Stiftung agiert weltweit, Hauptsitz ist Stuttgart.

Der Korbacher Unternehmensberater Roland Marx brachte das Projekt in Abstimmung mit Landrat Helmut Eichenlaub auf den Weg. Unterstützung erhielt Marx zudem von Dr. Peter Sacher, Chef des IHK-Servicezentrums in Korbach, und dem Wirtschaftsförderer des Landkreises, Siegfried Franke. Die Steinbeis-Stiftung wurde 1971 in Stuttgart gegründet. Benannt ist sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung" .

Steinbeis machte sich im 19. Jahrhundert um Industrie-, Handels- und Wirtschaftsförderung in Württemberg verdient. Inzwischen ist die Steinbeis-Stiftung ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und Wissenstransfer - Innovationen vorantreiben, Impulse geben, Ideen umsetzen. Zu den Kunden gehören ebenso Kommunen, etwa in Sachen Stadtmarketing. Roland Marx, Chef der "New Business Solution" (NBS) , ist bereits seit 2002 Partner der Steinbeis-Stiftung. Als Unternehmensberater war Marx bislang weniger in Nordhessen aktiv, doch das soll sich mit Gründung des Steinbeis-Zentrums in Korbach ändern. Landrat Helmut Eichenlaub erhofft sich durch die Gründung zusätzliche Impulse für die Wirtschaft in Waldeck Frankenberg: "Mit Roland Marx und seinem Partner Peter Wittmann aus Stuttgart haben wir zwei kompetente Fachleute gefunden, die die Gesetze des Marktes bestens kennen und entsprechend reagieren können. " Im Mittelpunkt steht zunächst die Unternehmensanalyse - Management, Marketing, Betrieb, Vertrieb, Produkte, Ergebnisse. Zur Beratung werden schließlich aus dem Steinbeis-Netzwerk Ansprechpartner und Lösungen angeboten. Partner des künftigen Steinbeis-Zentrums Nordhessen sind neben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises, die Industrie- und Handelskammer mit ihrem Servicezentrum Waldeck-Frankenberg (Korbach) und die Kreishandwerkerschaft.


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Kontakte sind ihr Geschäft

Frankenberger Allgemeine/HNA 13.06.03

Steinbeis-Stiftung eröffnet am 1. Juli ihr erstes Zentrum in der Region KORBACH/FRANKENBERG.
Ihr Geschäft ist das Vermitteln von Wissen, Kompetenzen, Know-how oder Innovationen: Die Steinbeis-Stiftung, mit Ursprung in Baden-Württemberg, hat sich ganz darauf spezialisiert, Unternehmen untereinander oder an Hochschulen zu vermitteln. Am 1. Juli wird in Korbach das erste Steinbeis-Zentrum in dieser Region eröffnet. "Weltweit betreuen mehr als 500 Zentren 10 000 Unternehmen", erklärte Peter Wittmann, der gemeinsam mit dem Korbacher Unternehmensberater Roland Marx das neue Zentrum leiten wird. Die Kooperation von :Unternehmen habe nach Ansicht beider viele ...Vorteile: "Es eröffnen sich gemeinsame Marketing-, Vertriebs- und Produktionsmöglichkeiten." Dadurch könne ein Betrieb effizienter: und kostengünstiger wirtschaften. Die 1971 gegründete Stiftung kann in ganz Deutschland sowie den USA, Südamerika, Asien und Europa auf 4000 Mitarbeiter zurückgreifen. "Alle sind durch Intranet miteinander verbunden" , sagt Roland Marx. Wittmann: "Wir sind wie Allgemeinmediziner: Tut's dem einen am Knöchel weh, dann schicken wir ihn zum Spezialisten." Dieses System habe sich bewährt, versicherte Wittmann. Nachdem ein Kontakt zwischen Unternehmern hergestellt wurde, begleitet die Stiftung auch die Zusammenarbeit der neuen Partner und gibt Hilfestellungen. Außerdem wird ein Unternehmens-Check angeboten: "Wir kommen dann zwei Mal für einen halben Tag in den Betrieb und schauen, wo die Probleme liegen" , erklärte Roland Marx. Finanziert wird das Dienstleistungsunternehmen ohne öffentliche Subvention, rein aus den Honoraren ihrer Kunden. Wittmann: "Dadurch sind wir unabhängig." Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg, Industrie und Handelskammer (IHK) und Kreishandwerkerschaft unterstützen die neue Einrichtung. Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums Waldeck-Frankenberg, hofft, dass dadurch neue Produkte auf den Markt kommen und sich die Region stärker auf dem Markt etabliert. Ein besonderer Vorteil der SteinbeisStiftung: "Alle Kompetenzträger ' werden mit eingebunden. " Dazu gehören auch ' Hochschulen, die in der Forschung häufig große Fortschritte erzielen. Auch Landrat Helmut Eichenlaub unterstützt dieses Projekt. Er betonte, dass der Landkreis viel unternehme, um den Mittelstand als tragende Säule der Wirtschaft zu : unterstützen. Steinbeis-Zentrum Nordhessen:
Am Berndorf Tor 2/ Korbach;
(j) 0561/92 06-95,
Fax -94, (j) 0170-2810869, E-Mail: roland.marx@newbusiness-solution.de


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Am 1. Juli wird das Steinbeis-Zentrum Nordhessen in Korbach gegründet - Frankenberger Zeitung 13.06.2003

Kompetenter Partner für die Wirtschaft



FRANKENBERG (pat). Am 1. Juli wird in Korbach offiziell das Steinbeis-Zentrum Nordhessen gegründet. Aus diesem Anlass trafen sich Verantwortliche der Stiftung mit Vertretern vom Service-Zentrum der Industrie- und Handelskammer, der Wirtschaftsförderung , Waldeck-Frankenberg und Landrat . Helmut Eichenlaub zu einer Konferenz, in der das neue Unternehmen kurz vorgestellt wurde. Die Steinbeis-Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart wurde bereits 1971 gegründet. Benannt ist sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung". Heute ist die Steinbeis-Stiftung mit mehr als 500 Zentren und über 4000 Mitarbeitern ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und Wissenstransfer. Alle Zentren werden innerhalb der Steinbeis-Stiftung als selbständige Profitgesellschaften geführt und sind eigenverantwortlich für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Aktuell werden weltweit rund 10000 Unternehmen die in allen Branchen tätig sind, betreut. Die Hauptschwerpunkte des Zentrums liegen in der Bestandsentwicklung der Unternehmen, in lier Einbindung nationaler und inter nationaler Netzwerke zur Stärkung der Betriebe in Nordhessen, im Bereich Innovationsförderung und einem erweiterten "Know-how-Aufbau" in der Region.

Finanziert sich selbst

Roland Marx aus Korbach, Chef der "New Business Solution", ist seit 2002 Partner der Steinbeis-Stiftung. Seit 1999 ist er mit seiner Unternehmensberatung tätig, bislang vorwiegend jedoch im überregionalen Raum. Mit Gründung des Steinbeis-Zentrums Nordhessen will Marx seine Aktivitäten nun auch auf Waldeck-Frankenberg konzentrieren. Angekurbelt wurden bereits etliche neue Projekte, die heimische Firmen noch stärker am Markt etablieren und wettbewerbsfähiger machen sollen. Eine große Rolle spielt die überregionale Verknüpfung. "Mit dem Korbacher Unternehmensberater Roland Marx und. seinem Partner Peter Wittmann haben wir zwei kompetente Fachleute gefunden, die die Gesetze des Marktes kennen und .entsprechend reagieren und agieren können" , betonte Landrat Helmut Eichenlaub.

"Steinbeis finanziert sich selbst. Nach einer bestimmten Zeit werden wir die Wirtschaftlichkeit des Standortes Korbach prüfen und über den weiteren Fortgang entscheiden", erklärte Mitgründer Peter Wittmann. Im Mittelpunkt der Arbeit des Steinbeis-Zentrums steht zunächst das Überprüfen der Unternehmenskompetenzen: Management, Marketing, Vertrieb, Produkte und Ergebnisse. Zur individuellen Kundenberatung werden schließlich aus dem Steinbeis-Netzwerk genau die Fachleute bereitgestellt, um für jeden Einzelnen das bestmögliche Resultat zu erzielen. Zu den Zielgruppen, die durch das Zentrum unterstützt werden, gehören neben mittleren und großen Unternehmen auch kleine Firmen und Existenzgründer mit innovativer Ausrichtung. Partner des Steinbeis-Zentrums Nordhessen sind neben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises auch die Industrie- und Handelskammer Kassel mit dem Servicezentrum Waldeck-Frankenberg in Korbach und die Kreishandwerkerschaft .


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Beratungszentrum für die heimische Wirtschaft

WLZ 03.07.2003

KORBACH (_st-). "Wir holen den Sachverstand aus den Hochschulen in die Unternehmen", lautet die Arbeitsdevise im Steinbeis-Zentrum für Nordhessen, das gestern am Berndorfer Tor in Korbach eröffnet wurde. Genutzt wird er in Betriebsberatungen zur Lösung interner Probleme, in der Vermittlung von Kontakten zwischen Firmen für gemeinsames Marketing- oder Produktionsergänzungen und in der Entwicklung von Finanzierungskonzepten. Das Transferzentrum für Nordhessen wurde gegründet von dem seit 1985 mit seiner Familie in Korbachlebenden Unternehmensberater Roland Marx und dem aus der Steinbeis-Stiftung kommenden Diplom-Ingenieur Peter Wittmann. Beide kennen sich aus langjähriger Zusammenarbeit. Unterstützt werden sie von Dr. Peter Sacher, dem Leiter des Servicezentrums Waldeck-Frankenberg der Industrie- und Handelskammer, dem Wirtschaftsförderer des Landkreises, Siegfried Franke, und der Kreishandwerkerschaft.

Professoren unter Vertrag

Die Stiftung mit Hauptsitz in Stuttgart besteht seit 1971. Benannt ist sie nach Ferdinand von Steinbeis, dem "Lehrmeister einer modernen Gewerbeförderung" , die er bereits im 19. Jahrhundert in Württemberg einführte. Heute ist die Steinbeis-Stiftung mit mehr als 500 Zentren und über 4000 Mitarbeitern ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen im Technologie- und Wissenstransfer mit 90 Millionen Euro Jahres Umsatz. Geleitet wird sie von Prof. Dr. Johann Löhn mit dem Ziel, Innovationen voranzutreiben, Impulse zu geben, Ideen umzusetzen. Unter Vertrag 'stehen rund 1000 Professoren. In Nordhessen wird schwerpunktmäßig mit den Universitäten in Kassel, Marburg, Paderborn und Göttingen zusammengearbeitet. Alle Zentren "werden' innerhalb der Stiftung als selbständige Gesellschaften geführt und sind eigenverantwortlich für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Die Kommunikation, der Wissensaustausch und der Zugriff auf die Kompetenzen und Profile der Stiftung erfolgen über das Intranet und stellen sicher, dass ein schnelles Reagieren ermöglicht wird. Aktuell werden rund 10000 Unternehmen, die in allen Branchen tätig sind, betreut.

Partnerschaften vereinbart

Der Korbacher Geschäftsführer und Inhaber der "New Business Solution" (NBS), Roland Marx, ist seit 2002 Partner der Steinbeis-Stiftung. Sein Kollege Peter Wittmann ist seit 1981 maßgeblich für den Aufbau des Steinbeis-Netzwerkes verantwortlich. Für zahlreiche Projekte, die dazu beitragen können, dass Firmen aus der Region sich künftig noch besser am Markt etablieren, haben beide bereits den Grundstein gelegt. Schon in der Gründungsphase sind konkrete Maßnahmen mit Unternehmen aus Nordhessen eingeleitet worden. Ein mittelständischst Betrieb in Frankenberg hat gemeinsame Marketing-, Vertriebs- und Produktionsmöglichkeiten mit einem Unternehmen in Baden Württemberg vereinbart. Mit einer Firma in Korbach wurden Vorverträge für eine Beteiligung an einer gemeinsamen Betreibergesellschaft mit dem Europäischen Handelsinstitut geschlossen. Sie wird künftig europaweit Verfahren und Lösungen im Bereich der gesicherter Rückverfolgbarkeit in der Prozesskette Rindfleisch verwalten und die Erzeugerbetriebe mit technischen Zugangs. verfahren ausstatten. Mit einem weiteren Unternehmen in der Kreisstadt wer. den die Möglichkeiten geprüft, Fertigungsaufträge eines innovativen Betriebes in Karlsruhe zu übernehmen und den Produktvertrieb gemeinsam zu gestalten. Im Mittelpunkt der Arbeit des Steinbeis-Zentrums steht die ganzheitliche Überprüfung von Unternehmen anhand standardisierter und erprobter Methoden. Danach werden die Know-howTräger aus dem Steinbeis-Netzwerk hinzugezogen, die das bestmögliche Resultat erzielen helfen. Hierbei liegen die Schwerpunkte der Beratung in den Bereichen Innovationsförderung, Nachfolgeregelung /Beteiligungsmanagement, Marketing, Technologieberatung, IT Management, E-Business, Branchen Spezialberatungen und in der Entwicklung von Unternehmens- und Vertriebsstrategien. Bürgermeister Klaus Friedrich bezeichnete das Steinbeis-Zentrum in dem Geschäftshaus Am Berndorfer Tor 2 als einen Gewinn für die Kreisstadt. Es sorge für eine Stärkung der wirtschaftlichen Mittelpunktfunktion Korbachs in der Region. Bürgermeister Klaus Friedrich würdigte gestern die Eröffnung des Steinbeis-Zentrums für Nordhessen in Korbach durch Roland Marx und Peter Wittmann (v. 1.) als Gewinn für die Kreisstadt und eine Stärkung ihrer wirtschaftlichen Mittelpunktfunktion in der Region.

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Um Mauser - HNA Freitag, 8 August 2003
gekämpft


Arbeitsplätze sichern

KORBACH/FRANKENBERG.

"Wir haben über neun Monate für den Erhalt des MauserWerkes gekämpft", erklärte Landrat Helmut Eichenlaub gegenüber unserer Zeitung. "Unsere Bemühungen um die Sicherung von möglichst vielen Arbeitsplätzen ,ist noch nicht abgeschlossen." Mehrfach habe er sich bei der Hessischen Landesregierung für die Übernahme einer Bürgschaft eingesetzt, um zu

Vorschläge des Landkreises
wurden abgelehnt

helfen, den von Ahrend gesehenen Finanzbedarf zu ,befriedigen. Als Ahrend, sich entschied, das Werk nicht weiter zu unterstützen, habe Eichenlaub sein Engagement für das Mauser-Werk noch verstärkt. Der damaligen Unternehmensleitung habe er angeboten, die Mitarbeiter der Mauser- Werke in die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises zu übernehmen. "Leider haben sich die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und die Gewerkschaft für die Zusammenarbeit mit einer auswärtigen Beschäftigungsgesellschaft entschieden. " Der Wirtschaftsförderer des Kreises habe zahlreiche Kontakte mit ,der Geschäftsleitung sowie dem Betriebsrat gehabt und Vorschläge unterbreitet. "Bedauerlicherweise

Landkreis hat sich mit Mauser solidarisiert

wurden diese Angebote von der Geschäftsleitung abgelehnt." Ungeachtet dessen fänden Gespräche in der Wirtschaftsförderung und im Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen zwecks Übernahme von Teilbereichen durch Mitarbeiter statt. "Der Landkreis hat sich durch ständiges Engagement für Mauser mit den Beschäftigten und ihren Familien solidarisiert", sagte Eichenlaub, "und wird dies auch weiter tun." (NH)


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Landrat Helmut Eichenlaub weist Kritik zurück: - WLZ Samstag, 9. August 2003

"Neun Monate gekämpft, Mauser zu erhalten"



WALDECK - FRANKENBERG (r/jk). "Neun Monate hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg für den Erhalt des Mauser-Werkes gekämpft", betont Landrat Helmut Eichenlaub. Die intensiven Bemühungen um die Sicherung von möglichst vielen Arbeitsplätzen seien noch nicht abgeschlossen. Zuletzt war bei Mauser-Beschäftigten, aber auch in der Bevölkerung Kritik laut geworden: Heimische Politiker hätten sich zu wenig engagiert, um das drohende Ende des Traditionsunternehmens abzuwenden. Doch unterstreicht der Chef der Kreisverwaltung intensive Bemühungen. Deshalb enttäusche es ihn, wenn in der verständlicherweise von Emotionen geprägten öffentlichen Diskussion behauptet werde, die Kommunalpolitik und deren Vertreter würden nichts unternehmen, sagt Landrat Helmut Eichenlaub.

Konstruktiv mitgewirkt

Als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg GmbH habe Eichenlaub den Geschäftsführer frühzeitig beauftragt, an der Lösung der Mauser-Problematik konstruktiv mitzuwirken. Begonnen habe dies bereits im Februar 2001, als die Verlagerung der Produktion von Waldeck nach Korbach diskutiert wurde - verbunden mit Finanzierungsfragen, Sozialplan, Landesbürgschaft und Möglichkeiten der Investitionsförderung. Mehrfach habe sich Eichenlaub im November 2002 bei der hessischen Landesregierung für die Übernahme einer Bürgschaft von acht Millionen Euro eingesetzt, um den vom Mauser Eigentümer Ahrend (Niederlande) gesehenen Finanzbedarf von 15 Millionen Euro befriedigen zu helfen. Leider seien diese Erfolg versprechenden Bemühungen durch die am 2. Dezember 2002 bekannt gegebene Entscheidung von Abrend-Mauser zunichte gemacht worden, als Ahrend das Korbacher Werk finanziell nicht mehr unterstützen wollte. Seitdem habe der Landkreis sein Engagement für das Mauser-Werk noch verstärkt. Das hessische Wirtschaftsministerium sei um Unterstützung gebeten worden. Überdies habe der Landrat Ahrend aufgefordert, die Produktionsstätte in Korbach weiter zu fördern. Das Land habe ihm zugesichert, für das Unternehmen zu bürgen, sofern ein geeignetes Konzept vorliege. Der damaligen Unternehmensleitung habe er zudem angeboten, die Mitarbeiter der Mauser-Werke in die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises zu übernehmen. Leider hätten sich Geschäftsleitung Betriebsrat und Gewerkschaft für die Zusammenarbeit mit einer auswärtigen Beschäftigungsgesellschaft entschieden und dem Landkreis eine Absage erteilt.

Angebote abgelehnt

Der Wirtschaftsförderer des Kreises habe - zuletzt unter Einschaltung des Steinbeis-Zentrums -" zahlreiche Kontakte mit der Geschäftsleitung sowie dem Betriebsrat gehabt und Vorschläge unterbreitet. Bedauerlicherweise seien Angebote der Wirtschaftsförderung zur Mitarbeit von der Geschäftsleitung abgelehnt worden oder zu einem guten Teil ohne Resonanz geblieben. Ungeachtet dessen gebe es weiter Beratungsgespräche in der Wirtschaftsförderung und im Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen (Korbach). Dabei gehe es um eine mögliche Übernahme von Teilbereichen durch Mauser-Mitarbeiter. Insgesamt habe sich der Landkreis somit durch ständiges Engagement für Mauser mit den Beschäftigten und ihren Familien in bestmöglicher Weise solidarisiert und werde dies auch weiter tun, "obwohl es nicht selten an Kooperationswillen auf Unternehmensseite gefehlt hat", sagt Eichenlaub.

Bemühungen fortsetzen

Kein Verständnis habe er für eine Aussage des Insolvenzverwalters Ulrich Josephs, Eichenlaub habe kein Interesse an den Zahlenwerken gehabt. Im Gegenteil: Als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse habe Eichenlaub intensive Abstimmungen mit dem Vorstand über anstehende Finanzierungsfragen geführt, obwohl Ahrend die Geschäftsbeziehungen zur Sparkasse schon vor geraumer Zeit abgebrochen habe. Dabei seien alle von Mauser vorgelegten Zahlen überprüft worden. In einem persönlichen Schreiben legte Eichenlaub seine Argumentation auch Jürgen Pfeil dar, Betriebsratschef bei Mauser. "Selbstverständlich werde ich meine Bemühungen für die Sicherung der Mauser-Arbeitsplätze ungeschmälert fortsetzen", verspricht der Landrat darin.


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Am 30. September auf Schloss Waldeck: Steinbeis-Tag hat Premiere



WALDECK - FRANKENBERG (r). Der erste Steinbeis- Tag Nordhessen findet am Dienstag, 30. September, um 19 Uhr auf Schloss Waldeck am Edersee statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto .. Weltweiter Strukturwandel und seine Auswirkungen und Lösungen für die Region Nordhessen".
Zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft ist am 1. Juli dieses Jahres das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen in Korbach durch Roland Marx und Peter Wittmann gegründet worden.
Zu den Kooperationspartnern gehören: die Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement GmbH, das heimische Servicezentrum der Industrie und
Handelskammer (IHK) , die Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Werra-MeißnerKreises, die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und die IHK Kassel. Seit der Gründung gab es über 40 Kontakte mit Betrieben. Projekte laufen derzeit in den Bereichen Beteiligungsmanagement, Kooperationen von Unternehmen über das Steinbeis-Netzwerk und Firmencheck. Ferner wird , gefährdeten Betrieben geholfen.
Bei dem jährlich geplanten SteinbesTag Nordhessen sollen aktuelle Themen aus der Wirtschaft mit den Betrieben der Region diskutiert werden. dem ersten Treffen auf Schloss Waldeck stellt Prof. J. Löhn, Vorstandsvorsitzender der weltweit tätigen Steinbeis-Stiftung, seine Sichtweise und seine Auforderungen an Wirtschaft und Politik dar. Dieses Thema wird anschließend mit Vertretern der Region diskutiert. Neben dem Referenten sitzen dabei Otto Wilke (Kreisbeigeordneter) , Claus Thonet (Firma Thonet) , Robert Müller (Horizont-Gruppe) und Holger Schach (Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH) auf dem Podium. Anmeldungen werden bis Freitag, 26. September, im Steinbeis-Zentrum Nordhessen, Tel. 05631/920695, E-M. info@stw-nordhessen.de, entgegeng. nommen.


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1.Steinbeistag N ordhessen auf Schloss Waldeck

WALDECK. Welche Auswirkungen hat der weltweite Strukturwandel auf die Region und ihre Unternehmen? Wie kann die Steinbeis-Stiftung sie bei der individuellen Lösung unterstützen? Um diese und andere Fragen geht es beim 1. Steinbeistag Nordhessen, der am Dienstag, 30. September, um 19 Uhr auf Schloss Waldeck beginnt.
Zu der Premiere lädt das Steinbeis- Transferzentrum Nordhessen ein, das am 1. Juli mit Sitz in Korbach seine Arbeit aufnahm (wir berichteten). Die Steinbeis-Stiftung versteht sich als Dienstleister im Technologie- und Wissentransfer sowie als Berater von Unternehmen aller Größen und Branchen. Zum 1. Steinbeistag Nordhessen - unter Schirmherrschaft von Landrat Eichenlaub - werden IHKHauptgeschäftsführer Dr. Walter Lohmeier, Regionalmanagement-Chef Holger Schach, Claus Thonet (Gebrüder Thonet) und Robert Müller (Horizont) erwartet. Über Strukturwandel spricht Prof. Dr. Johann Löhn, StiftungsVorstandsvorsitzender. Aufgaben des Transferzentrums I Nordhessen erläutern Roland Marx und Peter Wittmann. (NH)


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Übers Netzwerk zur neuen Technologie

1.Steinbeistag Nordhessen – Stiftung stellt ihre neue Niederlassung in Korbach vor WALDECK. Premiere auf Schloss Waldeck: Zum 1. Steinbeistag der Region lud am Dienstag das neue Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen (Korbach) an den Edersee ein. Um die Stiftung und ihre Arbeit kennen zu lernen, waren Vertreter aus Betrieben, Politik und Wirtschaftsverbänden gekommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Folgen des weltweiten Strukturwandels auf die Region und ihre Betriebe. Die Steinbeis-Stiftung versteht sich als Dienstleiter im Technologie- und Wissenstransfer sowie als Berater von Unternehmen aller Größen und Branchen. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Johann Löhn betonte am Dienstag, der Strukturwandel sei Technologie-bedingt. Löhn listete Schwerpunkte (etwa Nano- und Informationstechnologie) auf und riet Unternehmern, auf neue Technologien zu achten. Heute benötigten auch kleinere Betriebe ein Technologie-orientiertes Handeln, um etwa als spezialisierter Nischenanbieter oder Problemlöser erfolgreich zu sein. Die Informationstechnologie (IT), so Löhn, habe die gesamte Landschaft durcheinander gewirbelt, es könne zwischen Industrie, Handel und Handwerk nicht mehr unterschieden werden. Löhn in Richtung der Unternehmer: „Sie kommen nicht umhin.“ Das Problem sei nur, die Informationstechnologien in die vorhandenen Strukturen zu integrieren. Auf der Suche nach der passenden Strategie dürften Betriebe nicht danach fragen, was die beste Technologie ist, sondern was ihre Kunden brauchen. „Der Kunde will ein Loch und keinen Bohrer.“ Nach Löhns Angaben finanzieren sich deutsche Unternehmen zu 70 Prozent über Banken und nur zu 30 Prozent über den Kapitalmarkt. In den USA sei es genau umgekehrt. Da die Banken derzeit selbst Probleme haben, gebe es für Betriebe kein Geld zum Investieren. Löhn: „Wir müssen privates Kapital in die Firmen bekommen.“ Als gefährlich schätzte er den Bürokratismus im Lande ein. „Wir Deutschen haben ein geradezu erotisches Verhältnis zu Formularen.“ Betrieben sei Technologie-Transfer nur über Netzwerke möglich – wie die Steinbeis-Stiftung mit ihren weltweit 560 Niederlassungen. Wie das Potenzial des im Juli in Korbach eröffneten Steinbeis-Zentrums genutzt werden kann, stellten dessen Leiter Roland Marx und Peter Wittmann vor. Die Niederlassung sei bisher in den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner aktiv. 2004 sollen Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg sowie der Raum Kassel hinzukommen. In den ersten acht Wochen habe man Kontakt zu 40 Firmen aufgenommen und 34 Beratungen geboten. Das Zentrum finanziere sich über einen Betrag an den durch Steinbeis erzielten Erlösen, erklärte Marx.

Zitat

„Wir dürfen nicht fragen: Was ist die beste Technologie? Sondern: Was braucht der Kunde?“
Prof. Dr. Johann Löhn zur Strategiesuche der Betriebe.

Mit Blick auf seine Steinbeis-Erfahrungen in Thüringen wertete Regionalmanager Holger Schach das Nordhessen-Engagement der Stiftung als „großen Gewinn für die Region“. Für Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums Korbach, stellt die Stiftung keine Konkurrenz dar. „Wir betrachten Steinbeis als sinnvolle Ergänzung.“ In der Diskussion hielt Claus Thonet, Geschäftsführer der Gebrüder Thonet GmbH, die Produktionskosten für entscheidend. Thonet produziere im Ausland (günstiger), um den Standort Frankenberg zu erhalten. „Wir weichen schon seit Jahrzehnten in den Export aus, weil der Umsatz in Deutschland zurückgeht“, berichtete Robert Müller, Geschäftsführer der Horizont-Gruppe Korbach. Eine Folge des Strukturwandels sei, dass man stärker und schneller auf Probleme eingehen müsse. Dass Firmen wegen öffentlicher Fördermittel gegründet werden, obwohl es keinen Markt für sie gebe (zum Beispiel Windkraftanlagen), kritisierte der Kreisbeigeordnete Otto Wilke.“ Der Wurm muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch.“ (AHA)

Info´s zur Steinbeis-Stiftung im Internet: www.stw.de.


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Erster Steinbeistag Nordhessen auf Schloss Waldeck



Experten-Netzwerk öffnet sich heimischen Firmen


WALDECK (kdl). Die Welt verändert sich, und diese Entwicklung hält auch Waldeck-Frankenberger Unternehmer in Atem. Der rasche Aufstieg und ebenso schnelle Fall der Firma „Biodata“ in Lichtenfels: Nur ein Beispiel dafür, welche Auswirkungen der weltweite wirtschafltiche Wandel auf heimische Firmen haben kann. Ziel des seit zwei Monaten in Korbach existierenden Steinbeis-Transferzentrums ist es, Unternehmen den Weg in die Zukunft zu zeigen. Beim „1. Steinbeistag Nordhessen“ stellte sich die Stiftung auf Schloss Waldeck vor. „Die Deutschen haben ein erotisches Verhältnis zu Formularen“, attestierte Prof. Johann Löhn, 66, Vorstandsvorsitzender der Steinbeis-Stiftung, vor rund 85 Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung. Dies sei einer der Hauptgründe, die die deutsche Wirtschaft hemmen. Löhn, seit 1983 Regierungsbeauftragter für Technologietransfer in Baden-Württemberg, nahm kein Blatt vor den Mund. Dass immer mehr Firmen Mitarbeiter entlassen müssten, sei technologiebedingt: Arbeiten, die früher von Menschen gemacht wurden, erledigen heute Technik und Maschinen. Dieser Strukturwandel sei nicht zu stoppen, Firmen könnten ihm jedoch mit neuen Ideen und einem wachen Auge auf dem Markt begegnen. Voraussetzung: Die Firma ist bereit, sich auch auf unkonventionelle Wege einzulassen. Und dieser Weg fange zumeist bei jedem Einzelnen an. Der gelernte Physiker prophezeite: Die größte Wertschöpfung eines Betriebes werde in Zukunft die Informationstechnologie (IT) haben. Dies habe zur Folge, dass zwischen Industrie, Handel und Handwerk in Zukunft nicht mehr klar unterschieden werden könne. Beispiel Tischler: Für sie werde es selbstverständlich werden, dass sie ihre Arbeiten mit einer computergesteuerten Maschine (CAD-Anlage) erledigen. Neue Medien übernähmen mehr und mehr Aufgaben, die früher nur von Hand und durch Kopfrechnen erledigt wurden: Auch das Internet werde in Zukunft bei Firmen mit in die Produktion einfließen.
Ein geplantes Projekt könne noch so verheißungsvoll sein: Um Erfolg zu haben, dürften Unternehmer nie den Nutzen der Kunden aus den Augen verlieren. Nischen suchen, Probleme entdecken, Mitarbeiter motivieren – dies sei das A und O, um dem wachsenden Strukturwandel zu begegnen. „Motivation macht 20 Prozent des Umsatzes aus“, sagte Löhn.

Keine solide Basis
In der anschließenden Diskussion wurde jedoch auch deutlich, dass beste Absichten für eine gute Unternehmensführung oftmals an gesetzliche Grenzen stoßen oder eine solide Basis für junge Unternehmen in Deutschland nicht vorhanden ist. In Deutschland würden viele Firmen gegründet, weil es Fördermittel gebe – ein Weg, der langfristig in die Sackgasse führe, folgerte Löhn. Der Staat müsse seine Strukturen ändern, und der Markt solle schließlich entscheiden, ob eine Firma taugt oder nicht. Vielen innovativen Unternehmen mangele es an ausreichendem Kapital. „die klassische Sparkasse kann bei der Geschwindigkeit der Technologien nicht mehr mitkommen“, so Löhn. Daher der Rat des weltgewandten Managers: Der Staat solle steuerliche Anreize bieten, dass mehr privates Kapital als Eigenkapital in Unternehmen fließe. Es sei falsch, immer nur dann zu investieren, wenn es auch Fördergelder gebe – wie gegenwärtig bei der Windkraft, knüpfte Kreisbeigeordneter Otto Wilke in der Podiumsdiskussion an. Unternehmer in Waldeck-Frankenberg müssten mehr auf konkrete Chancen und Risiken schauen, statt ihr Wohl und Wehe an Dinge zu klammern, die nicht zu ändern seien – Beispiel die nicht vorhandene Autobahn im Südkreis. Claus Thonet, geschäftsführender Gesellschafter der traditionsreichen Frankenberger Möbelfirma, und Robert Müller, Chef der Horizont-Gruppe in Korbach, standen beispielhaft für heimische Firmen, die sich im weltweiten Strukturwandel behaupten können – im Fall Thonet bereits in der fünften Familiengeneration. „ Wie kommen Sie an neue Technologien“, wollte WLZ-FZ-Redakteur Jörg Kleine, der die Diskussion moderierte, von Müller wissen. Die Horizont-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zum Weltmarktführer mobiler Verkehrsleitsysteme entwickelt. Netzwerke zu nutzen, sei heute wichtiger denn je, berichtete Müller. Auch die Steinbeis-Stiftung stellt ein solches Netzwerk dar. Um den Standort Waldeck-Frankenberg zu sichern, müsse das Unternehmen, das in Frankreich und Polen produzieren lässt, stärker und schneller als früher auf Probleme eingehen können. Auf die Firma Thonet, seit über hundert Jahren in Frankenberg ansässig, lässt der geringeren Lohnkosten wegen im Ausland produzieren, jedoch nicht in eigenen Gesellschaften. „Wir müssen Teile zukaufen, um den Standort in Waldeck-Frankenberg zu erhalten“, sagte Claus Thonet. Die Ideen, das Design das Thonet unverwechselbar macht, komme aus Frankenberg. Dadurch, dass Firmen oft mit zusätzlichen Standorten ins Ausland gehen, sicherten sie oft Arbeitsplätze in Deutschland, erklärte Professor Löhn. Nordhessen Sei kein schlechter, sondern nur ein vernachlässigter Wirtschaftstandort, hob Holger Schach, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen, hervor. Die Steinbeis-Stiftung sei ein wichtiger Partner des Regionalmanagements, um die Region nach vorne zu bringen. Auch die Industrie- und Handelskammer begrüßte das neu gegründete Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen. Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Service-Zentrums Waldeck-Frankenberg: „Ein Wettbewerb der Transfereinrichtungen muss nicht zum Nachteil sein.“

Stichwort
Steinbeis-Stiftung
(kdl). Das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen mit Sitz Am Berndorfer Tor 2 in Korbach ist eines von rund 360 Unternehmen der Steinbeis-Stiftung mit insgesamt über 4000 Mitarbeitern. Der Name der Steinbeis-Stiftung geht auf Ferdinand Steinbeis (1807-1893) zurück, der sich zeitlebens für die Förderung von Gewerbe und Existenzgründern eingesetzt hat. Leiter des Zentrums in Korbach sind Peter Wittmann und Roland Marx. Die Steinbeis-Stiftung bietet Unternehmen Zugang zu einem internationalen Expertenteam und Netzwerk. Dabei geht es vor allem um den Austausch, den Transfer von Wissen und Technologien. Unternehmen in der Region, auch Existenzgründer, Banken und Sparkasse, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte gehören zur Zielgruppe der Stiftung. Das Steinbeis-Zentrum Nordhessen konzentriert sich mit seiner Arbeit zurzeit auf die Landkreise Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner; Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg und Kassel sollen ab 2004 folgen. Als Kooperationspartner nennen Wittmann und Marx die Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg GmbH, das IHK-Servicezentrum Waldeck-Frankenberg, die Kreishandwerkerschaft, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner-Kreis, die Regionalmanagement Nordhessen GmbH sowie die IHK Kassel.


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90 Firmen suchten Rat




Steinbeis-Transferzentrum zog erste Bilanz


KORBACH. Das Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen hat eine erste Bilanz gezogen. Neun Monate, nachdem die Beratungseinrichtung in Korbach eröffnet wurde, legte man gestern Ergebnisse vor. „Die Wirtschaft will schließlich wissen, was wir eigentlich machen“, sagte Roland Marx, der mit Peter Wittmann das Zentrum leitet.

Mit seinen Beratungsleistungen für Unternehmen und Existenzgründer sei das Steinbeis-Zentrum eine gute Ergänzung zum bestehenden Angebot, bescheinigten der Geschäftsführer des IHK-Servicezentrums, Dr. Peter Sacher, und der Geschäftsführer der Wirtschafts-förderung und Regionalmanagement Waldeck-Frankenberg, Siegfried Franke. „Das Zentrum ist keine Unternehmensberatung, die nur ein dickes Druckwerk abliefert, sondern ein Praktiker, der sich auch um die Umsetzung kümmert“, so Franke.

Über 90 Erstberatungen habe das Steinbeis-Zentrum seit Anfang Juli 2003 erteilt. 26 Prozent der Unternehmen, die sich beraten ließen, gehörten zum Dienstleistungsbereich, 23 Prozent zur Industrie, zehn Prozent zum Handel und acht Prozent zum Handwerk, so Marx. 15 Prozent der Erstberatungen betrafen das Thema Existenzgründung.

30 Aufträge seien daraus hervorgegangen, die vor allem die Bereiche Unternehmensanalyse, Vernetzung von Unternehmen und Management-Coaching betrafen.

Den größten Vorteil seiner Einrichtung sieht Marx darin, dass sie als Teil des weltweiten Steinbeis-Netzwerkes auf 560 Transferzentren mit 4000 Mitarbeitern zurückgreift. „Wenn wir für ein Spezialproblem einen externen Experten brauchen oder einer unserer Kunden einen Kooperationspartner sucht, stellen wir einfach eine Anfrage in unser Intranet“, erklärte Marx.

Noch liege der Schwerpunkt der Aktivitäten auf Waldeck-Frankenberg, so Marx. Das Steinbeis-Zentrum wolle sich aber zunehmend auch auf die Kreise Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Kassel und die Stadt Kassel konzentrieren. (SÜM)


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